Conservativ und das generische masculinum

Für den Erhalt der deutschen Sprache

Wenn hier vom CONSERVATIVEN die Rede ist, handelt es sich grammatikalisch um den sprachlichen Einsatz des generischen masculinum, wenn nämlich das Geschlecht der bezeichneten Personen nicht relevant ist: es sind hier männliche wie weibliche Personen gemeint. Auch wenn das den wenigen Deutschen*innen nicht gefallen mag, gehen doch manche Damen zum Bäcker oder noch lieber zum Friseur. Daß die Frauen einen gleichberechtigen Platz in unserer Gesellschaft haben, bezweifelt niemand wirklich — eine bereits ausgetragene Schlacht des letzten Jahrhunderts.

Feministisch inspirierte Nachkorrekturen mit moraldoktrinären * und “Innen” Anhängsel oder gar nachträglichen Bibel-und Literaturkorrekturen erinnern an den reformatorischen Bildersturm des 16. Jahrhunderts, dem ganze Kulturkreise zum Opfer gefallen waren, von den byzantinischen Ikonoklasten des 9. Jahrhunderts und den seinerzeitigen Beschlüssen des Konzils von Hiereia 754 n.Chr. ganz zu schweigen. Derlei moralisierende Radikalität einer falsch verstandenen Ethik zulasten der deutschen Sprache trifft auf kein Verständnis beim Convervativen, kulturbewahrend- und fördernd, wie er nun mal denkt, fühlt und handelt. Was ihn hier auch irritiert, ist die Reduktion des Menschen auf seine Sexualität, die der Conservative als Privatsache respektiert und achtet.

Was ist im Übrigen von einer mit Innen und * verhunzten Sprachgrammatik zu halten, die sprachrythmische Sonette selbst ausgefeilter “Dichtinnen” verhindert (ein kürzlicher dankenswerter Hinweis aus FAZ Leser, hoppla *innen Brief)

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